Geschichte des Wallfahrtsortes
Einst war der Flecken Natur, auf dem der Ort Heiligenbronn jetzt steht, ein Sumpfgebiet mit vielen Bächen und Quellen. Und mit einer dieser Quellen fing alles an: Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde ihr laut Legende heilbringende Wirkung zugeschrieben und sie wurde von immer mehr Menschen aufgesucht. An diesem segensreichen Ort wurde bald ein Bildstock aufgestellt und die Quelle nannte man Heiliger Brunnen. Spenden der Wallfahrer machten den Bau der ursprünglich über der Quelle stehenden Kapelle möglich. Anfang des 18. Jahrhunderts ist von einem Klausner die Rede, der sich niedergelassen hat, um die Wallfahrer zu bedienen - wahrscheinlich liegen hier die Wurzeln der späteren Wirtschaft, die schon 1714 nachgewiesen ist. Die erste, historisch einigermaßen gesicherte Tatsache ist der Bau der Wallfahrtskirche in den Jahren von 1745 bis 1747. Kirchlich gesehen brach die bedeutendste Zeit Heiligenbronns an, als die Wallfahrtskirche bis zum Bau einer eigenen Pfarrkirche (1905) Lützenhardter Pfarrkirche wurde. 1897/98 entstand in Heiligenbronn das "Antoniusheim" - ein von den Franziskanerinnen (vom Kloster Heiligenbronn bei Schramberg) geführtes Knabenheim, das 1988 wieder geschlossen wurde. In den folgenden Jahren fanden hier deutschstämmige Aussiedler eine Unterkunft.

